Die Ausreise war nicht allzu aufregend.
Das Kofferpacken war entspannt, in einem Koffer hätte ich sogar noch so viel Platz gehabt, dass ich den ganzen Laptop von 4,3kg und 19,4″-Bildschirm hätte reinstecken können.
Nach dem Check-In und der Gepäckkontrolle gings zuerst mal in ein kleines Cafe, wo man Umsatz damit machte, dass die Leute für ein Wasser 3,50 hinblättern müssen. Schonmal ein paar Leute kennen gelernt und genauer beobachtet, wer nun mein Vertrauen “verdient” und wer nicht, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht. Anscheinend war ich da nicht der einzige, der erstmal nur Mist gelabert hat und beobachtet hat. Nein, auch eine andere hat da gesessen und erstmal nichts gesagt und beobachtet. (gut, ich war nicht still, sondern hab was gesagt – aber nur belangloses Zeugs)
Nunja, dann gings weiter zu Gate A77, wo unser Flieger auf uns wartete. Lufthansa natürlich, Economy Class. Auf dem Flug hab ich mich dann von Filmen wie Hangover, Fast & Furious 2, Illuminati und 30 Rock (Episode: Seinfeldvision) berieseln lassen. Also nichts aufregendes.
Die Landung war dann auch nichts besonderes, bis auf die Flugbegleiterin, die ganz offensichtlich Angst vor Start und Landung hatte – also die Augen schloss und tief durchatmete, während wir landeten. Erst setzten die Reifen auf der rechten Seite auf, dann nach einer kurzen Zeit links und dann wurden wir ziemlich schnell abgebremst. Die Türen öffneten sich und ich atmete das erste Mal amerikanische Luft – am Flughafen betrat man dann Teppich-Boden, was ich etwas ungewöhnlich fand… aber egal, wir sind da, Hauptsache. In der Ankunftshalle angekommen, folgte quasi der nächste Schlag: Eine riesige Schlange vor ~30 Schaltern mit Einreise-Beamten. Och nee. Aber auch das war schnell erledigt.
Dann durfte man sein Gepäck vom Band nehmen und der Zoll ließ einen Hund rumschnüffeln, ob irgendjemand Frischfleisch oder ähnliches Landwirtschaftliches einführt. War das nicht der Fall, wurde man einfach durchgewunken. Und damit war man dann drin. Man wurde gesammelt und dann mit einem Bus zum Hotel – dem Sheraton Newark Airport Hotel – gebracht. Also rein gar nichts aufregendes. Im Hotel, Pass abgeben, Ticket abgeben, T-Shirt und Namensschild bekommen. Zimmer zugewiesen bekommen, Karten dafür in die Hand gedrückt bekommen, fertig. Auf ging’s.
Am komischsten fand ich, dass es niemanden interessierte dass ich Medikinet (also Methylphenidathydrochlorid, auch bekannt als Ritalin) als 10-Monats-Vorrat im Handgepäck hatte. Am Flughafen Düsseldorf hat man mich komisch angeguckt, als ich das bei der Handgepäckkontrolle angeben wollte und durchgewunken, der amerikanische Einwanderungsbeamte wollte sowas auch nicht wissen, dem Zoll hab ich’s dann gar nicht mehr gesagt, der hat nur nach landwirtschaftlichem Zeugs gesucht. War mir dann auch egal, ich bin drin, Hauptsache.