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	<title>Hugelgupf &#187; Erfahrungen</title>
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	<description>Themen aus Web 2.0, Schule und Alltag; gespickt von Politik, Wirtschaft, Gott und der Welt - gemixt von einem ADHSler</description>
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		<title>WTF</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 16:12:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist nun zwar schon etwas länger her, aber was solls. Es passierte so um 18 Uhr heute, ich sitze am PC, und höre mir unbekannte Stimmen im Wohnzimmer. Ich denke mir nichts, manchmal hat mein Gastvater einfach mal Besuch, &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2010/02/20/wtf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist nun zwar schon etwas länger her, aber was solls.</p>
<p>Es passierte so um 18 Uhr heute, ich sitze am PC, und höre mir unbekannte Stimmen im Wohnzimmer. Ich denke mir nichts, manchmal hat mein Gastvater einfach mal Besuch, oder vielleicht ist es seine Pflegetochter Heather, deren Stimme ich mir nie merken kann. </p>
<p>Und ja, es kam wie es kommen musste, es war Heather. Und ihr Freund. That&#8217;s about it, dachte ich mir, aber nunja&#8230; der Freund hat sich dann quasi mal vorgestellt, sich bei mir ins Zimmer gesetzt, obwohl ich gerade am Spanisch lernen war, am nächsten Tag waren die Semester Exams&#8230; however, er (ich nenne ihn ab jetzt mal den Mexican Guy oder den Mexican Dude&#8230;) ist eigentlich ganz cool drauf, wenn er auch manchmal etwas viel trinkt&#8230;<br />
<span id="more-1796"></span><br />
Bis er dann fragte&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Hey, wanna come with me and meet my girlfriend and my friend?&#8221;<br />
&#8220;Wait wait wait, what friend?&#8221;<br />
&#8220;Just follow me&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>Und so folgte ich ihm ins Wohnzimmer&#8230; dort saßen ein Mädel, Heather, so um die 25 Jahre, und&#8230; some random black dude, wie ich ihn privat für mich nenne. </p>
<blockquote><p>&#8220;Alright, so that&#8217;s my girlfriend, and that&#8230; is the homeless guy we picked up from the street. Nah just kidding, he&#8217;s a friend staying with us&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8220;A friend staying with us&#8221;. Aaaah ja. Die werden dann jetzt für zwei Wochen hier wohnen, bis sie sich eine neue Unterkunft gesucht haben. Die alte Wohnung &#8211; da lief wohl was irgendwas schief, die Vermieterin hat darum gebeten, sich was neues zu suchen&#8230; meine erste Reaktion war der Gedanke &#8220;wie viel Alkohol war im Spiel und wie groß war die Party?&#8221;. </p>
<p>Naja ok, seine Pflegetochter, der Freund und some random black dude, damit kann ich ja noch leben. Das Haus ist klein, solange keiner von denen in meinem Raum schläft, ist mir das relativ egal.<br />
Und ich bin ja nicht rassistisch &#8211; andererseits wäre ich an meiner High School wohl sehr unbeliebt, haha &#8211; aber irgendwie war ich besorgt um meinen Laptop. This black dude &#8211; er ist nicht Familie, er ist nicht verwandt mit irgendwem, sondern nur &#8220;a friend&#8221;. Also, someone, irgendwer, niemand. Wie auch immer&#8230; it works out.</p>
<p>Also, die drei getroffen, ging ich wieder zurück zum PC, hab im Netz rumgesurft&#8230; war schon etwas komisch, aber however. Ich höre die Wohnzimmertür aufgehen, und ich sehe jemanden aufs Klo gehen&#8230; moment mal. Ich schaue zur Seite, beobachte die Klotür, bis der Typ wieder rauskommt. Holy crap, WHAT THE FUCK? Noch jemand! Some white blonde kid, und irgendwie sah mir der auch ein wenig drogenkonsumierend-high aus, das war aber bloß mein erster Eindruck als ich ihn sah. Mein Gastvater meinte dazu&#8230; &#8220;that&#8217;s my daughter&#8217;s brother, he will stay for just two days&#8230;&#8221; &#8211; ah ja. Viel Spaß.<br />
(Nein, niemand schläft in meinem Raum mit mir. Das kannste knicken und falten und drehen wie du willst, nope, das wird nicht passieren.) </p>
<p>EDIT: Okay, falsche Fakten: Nur einer, ihr Freund, the Mexican Dude, schläft hier. Die andern waren nur hier um zu duschen, weil man kein warm Wasser oder Heizung in der Wohnung hat im Moment&#8230; </p>
<p>Übrigens, wie man sieht, mein Deutsch wird schlechter&#8230; es gibt nur eines, das immer noch auf Deutsch ist. Ich denke auf Englisch, träume auf Englisch, alles auf Englisch &#8211; und daran kann man erkennen, dass ich Mathematiker bin: Ich zähle immer noch auf Deutsch. ;)</p>
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		<title>Different</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Sep 2009 01:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Polizeipräsenz an dieser Schule ist ziemlich groß, okay, das ist bei 2000 Schülern auch berechtigt. Niemand darf länger als 5 Minuten durch die Gänge schleichen, und wer außerhalb der Pausen irgendwo auf einem Gang ist, der muss einen &#8220;Hall &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/09/15/different/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Polizeipräsenz an dieser Schule ist ziemlich groß, okay, das ist bei 2000 Schülern auch berechtigt. Niemand darf länger als 5 Minuten durch die Gänge schleichen, und wer außerhalb der Pausen irgendwo auf einem Gang ist, der muss einen &#8220;Hall Pass&#8221; haben. Niemals auf dem Flur stehen bleiben und mit anderen reden, auch das ist verboten. Man kann, wenn ich die morgentliche Ankündigung richtig verstanden habe &#8211; sogar suspendiert werden, wenn&#8217;s öfter als einmal vorkommt.</p>
<p>Freitag morgens war dann &#8220;School Spirit&#8221;. Und es war wie in den typischen amerikanischen Schul-Serien – man kam in die Sporthalle und wurde erschlagen von der amerikanischen Protzkapelle a.k.a. Marching Band, in der ich dann auch später mitspielen werde. Vorne auf den Bänken saßen die Football-Spieler der JT Lions in ihren blauen Trikots, links und rechts standen die Cheerleader, hinten in der recht kleinen Halle – und zwar untypischerweise nicht in den blauen Uniformen der wie der Name schon sagt &#8220;Big Blue Band&#8221; der John Tyler High School, sondern in schwarzen T-Shirts. Hier muss man auch performen können in der Marching Band, wie genau das funktioniert, werd&#8217; ich noch lernen… War aber ziemlich beeindruckend.</p>
<p>Wegen dem &#8220;School Spirit&#8221; wurde ich auch von meinem Engineering-Lehrer mit einem &#8220;Kotsch, gehen Sie dort hin&#8221; begrüßt. Der Herr will mich anscheinend damit beeindrucken, dass er ein ganz klein wenig Deutsch kann und irgendwann mit&#8217;m Militär in Deutschland stationiert war (so wie mein Gastvater übrigens auch, nur dass der Englisch mit mir spricht und mich nicht beeindrucken will). Ansonsten scheint er aber ziemlich… kontrollsüchtig zu sein, wie mir scheint. Alles muss nach Plan laufen, und was er lehrt, scheint ganz offensichtlich nicht von ihm zu sein, da könnte ich mich auch genauso nach vorne stellen und Blätter austeilen. So ganz viel von Präsentationen versteht er auch nicht, denn als &#8220;gutes&#8221; Beispiel legt er mir hier eine Präsentation mit drei Seiten Fließtext für einen Unterpunkt aus, zudem wurde seitenweise Zeugs ausm Internet kopiert. </p>
<p>Lehrer sind hier sowieso so eine Sache, und der Unterricht auch. Hier kann der Spanischlehrer auch im Unterricht mit seinem eigenen Handy laut HipHop oder eben spanisch-mexikanische Musik hören, manche Lehrer halten es auch manchmal für angebracht, einfach nichts im Unterricht zu tun – 1,5 Stunden muss man ja irgendwie tot schlagen. In Physik werden hier Einheiten hin und her gerechnet, Liter nach Gallonen, Pecks nach Pints, Foot nach Inches oder weiß der Henker. Was man in Deutschland eben in der 6. Klasse in Mathe lernt, Einheiten und wie man mit ihnen spielt. Das ist Physik Stufe 11 USA High School.</p>
<p>In dieser verdammt riesigen Schule hab&#8217; ich immer noch Probleme, mich zu orientieren, was mir ja eigentlich eher nicht passieren sollte. Aber das meiste an Unterricht ist bei mir draußen, weshalb ich eben etwas länger brauche, um mich in den fünf Blocks drinnen orientieren zu können. D13 – wie komm ich denn da jetzt hin? Gute Frage, nichts-helfende Antwort: Auf jeden Fall zu spät. Haha. </p>
<p>Warum glaubt eigentlich jeder, dass ich sein Englisch verstehe, wenn er schnell und mit Slang spricht? Warum? Ich meine, ich kann ja nicht mal das Schweizerdeutsch verstehen, folglich manche Amis vielleicht auch andere Dialekte nicht, aber ich soll ihren kennen? Manche meinen, ich hätte einen starken Akzent, andere sagen, ich wäre schon ziemlich gut und würde nicht mehr allzu viele Fehler machen… was ich sagen kann, ist, dass Alex – mein Gastbruder aus der Slovakei – einen starken Akzent hat.<br />
Übrigens lernt man hier im English AP den ganzen rhetorische-Analyse-Quatsch nochmal anders, als ich es in Deutschland gelernt hab.</p>
<p>Eins frage ich mich ja immer noch. TravelWorks hat uns erzählt, dass hier in den USA ganz viele Jugendaktivitäten von der Kirche ausgehen. Nun, ein Problem tut sich da bei mir in diesem Ort auf: Hier gibt es 200 Kirchen. ZWEIHUNDERT verschiedene Kirchengemeinden, jede von ihnen hat ihre eigene Kirche aufgebaut. Manche haben nur 40 Mitglieder, die größte hat glaube ich 8000. Und in jedem noch so kleinen Ort wird man immer zwei Kirchen finden: Die Methodisten und die Baptisten, egal wie klein der Ort ist. Was eine Haarspalterei. :D</p>
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		<title>Amerika&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 03:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Die Liste werde ich noch erweitern…) &#8230;da, wo es 200 Kirchen und Kirchengemeinden in einer 90 000-Einwohner-Stadt geben kann; &#8230;da, wo die Highways rund um eine 90 000-Einwohner-Stadt auch vier-spurig sein können (und das sind viele Highways…); &#8230;da, wo es &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/09/09/amerika/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(Die Liste werde ich noch erweitern…)</p>
<p>&#8230;da, wo es 200 Kirchen und Kirchengemeinden in einer 90 000-Einwohner-Stadt geben kann;<br />
&#8230;da, wo die Highways rund um eine 90 000-Einwohner-Stadt auch vier-spurig sein können (und das sind viele Highways…);<br />
&#8230;da, wo es mindestens 100 Shops rund um diese Highways gibt;<br />
&#8230;da, wo es mindestens drei riesige Wal Marts in einer 90 000-Einwohner-Stadt geben kann;<br />
&#8230;da, wo man 5 Dollar in einem Pizza-All you can eat-Laden zahlt;<br />
&#8230;da, wo man gut und gerne die &#8220;Check Engine&#8221;-Lampe im Auto ewig ignorieren kann;<br />
&#8230;da, wo man gut und gerne auch mal beim Fahren am Tempolimit rechts von einem Truck mit Überlänge überholt werden kann;<br />
&#8230;da, wo das &#8220;Watch for Ice on bridge!&#8221;-Schild erst am Ende einer Brücke steht;<br />
&#8230;da, wo man seinen Hund auch &#8220;tank&#8221; nennen kann (tank = dt. Panzer);<br />
&#8230;da, wo man Jesus-Actionfiguren kaufen kann.</p>
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		<title>Die zehnte Klasse</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 16:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[10. Klasse]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenfassung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;in Worten, Taten und Gejodel. Ich muss sagen, wir haben nicht wirklich viel gelernt. Ehrlich nicht. In Englisch haben wir dieses Jahr grammatisch nur Future perfect und Future progressive kennen gelernt, ansonsten nur neue Vokabeln und haben eben die Themen &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/22/die-zehnte-klasse/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;in Worten, Taten und Gejodel.</p>
<p>Ich muss sagen, wir haben nicht wirklich viel gelernt. Ehrlich nicht.</p>
<p>In <strong>Englisch</strong> haben wir dieses Jahr grammatisch nur Future perfect und Future progressive kennen gelernt, ansonsten nur neue Vokabeln und haben eben die Themen aus dem Buch durchgezogen.<br />
<strong>Legende</strong>: Thema (Name im Buch; Beschreibung oder eines der Unterkapitel) &#8211; <em>Auswahl von &#8220;kommunikative Schwerpunkte&#8221; (so wird&#8217;s im Buch genannt&#8230;)</em> &#8211; <span style="text-decoration: underline;">Grammatik/Strukturen</span> | das, was wir nicht regulär mit dem Thema gemacht haben, ist <span style="text-decoration: line-through;">durchgestrichen</span>.</p>
<ul>
<li>Materialismus (&#8220;Shop till you drop&#8221;, u.a. &#8220;To buy or not to buy&#8221;) &#8211; <em>Debatten, Käuferprofil erstellen, Vermutungen äußern, Umfrageergebnisse auswerten und vorstellen, Zeitungsartikel analysieren, Wortbedeutungen erschließen</em> &#8211; <span style="text-decoration: underline;">nur Wiederholungen: Bedingungssätze, Partizipskonstruktionen, Hilfsverben, indirekte Rede</span></li>
</ul>
<ul>
<li>Mobbing/Amok (&#8220;Going too far&#8221;, u.a. &#8220;Give a Boy a Gun&#8221;) &#8211; <em>Charakterisierung, Songtext interpretieren, Verhalten und Eigenschaften von Personen beschreiben und beurteilen, <span style="text-decoration: line-through;">Zeitungsartikel analysieren</span>, <span style="text-decoration: line-through;">Rhetorische Mittel einer Rede analysieren</span>, <span style="text-decoration: line-through;">einen Ratgeber zum Thema Cyber-Mobbing entwickeln</span></em> &#8211; <span style="text-decoration: underline;">Präsens, Bedingungssätze, Future progressive, Verbs with infinitive or gerund, Partizipskonstruktionen</span></li>
</ul>
<ul>
<li>Südafrika (&#8220;Rainbow nation&#8221;, u.a. &#8220;The new South Africa&#8221;) &#8211; <em>Text zusammenfassen, Empfehlung geben, Bildbeschreibungen, Rhetorische Mittel erkennen und analysieren, Vermutungen äußern, Kameraeinstellung erkennen und analysieren, Standpunkte diskutieren</em> &#8211; <span style="text-decoration: underline;">Konjunktionen und &#8220;Binde-Wörter&#8221; (connectives), indirekte Rede</span></li>
</ul>
<ul>
<li>Zukunft/Globalisierung (&#8220;Great expectations&#8221; &#8211; u.a. &#8220;Go global!&#8221;) </li>
</ul>
<ul>
<li>Massenmedien (&#8220;Seeing is believing&#8221;, u.a. &#8220;The camera never lies&#8221;)</li>
</ul>
<ul>
<li>Weltfrieden/-zusammenleben (&#8220;World matters&#8221; &#8211; UNO, Kinderrechte etc.)</li>
</ul>
<p>Und so geht das weiter. Ich ergänze das, wenn&#8217;s irgendjemanden interessiert (melden!).</p>
<p>In <strong>Geschichte</strong>, gut, da haben wir vielleicht ein paar Dinge dazu genommen. Aber interessant ist das alles nicht gewesen, denn es ist größtenteils Fleißarbeit gewesen, was wir in Geschichte gemacht haben. Themen? Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus.</p>
<p>In <strong>Musik</strong> haben wir im ersten Halbjahr Jahr Musikstücke mit Notenprogrammen verändert. Und im zweiten Halbjahr auch mal was Praktisches gemacht, nämlich in kleinen Gruppen Musikstücke vorgespielt. Dazu kenne ich jetzt den Grundschlag beim Schlagzeug, den ich da unverändert durchgezogen habe.</p>
<p><strong>Politik</strong> war Schlafenszeit. Entweder wurde es uninteressant rübergebracht oder die Themen an sich waren uninteressant. China, Wirtschaft, Wahlen. Europawahl, Kommunalwahl, Bürgermeisterwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl. Demokratie in ihrer langweiligsten Form: Das Auszählungsverfahren nach d&#8217;Hondt und Niemeyer.</p>
<p><strong>Technik</strong>? Unser Lehrer hat genau das nochmal durchgezogen, was unser letzter Lehrer letztes Jahr schonmal gemacht hatte. Und das wusste er auch. Toll! (Und trotzdem wird er mir &#8216;ne zwei oder drei aufm Zeugnis geben, weil mich in der Arbeit nicht immer sehr gut ausgedrückt habe. Drecksverdammt.)</p>
<p><strong>Physik</strong>&#8230; langsame Einführung in Technik. Im Endeffekt war es das gleiche, nur weniger detailreich.</p>
<p><strong>Kunst</strong>, Kunst, Kunst. Das Fach hab ich noch nie gemocht. Zur Kreativität gezwungen werden &#8211; ne. Vergesst es.</p>
<p><strong>Chemie</strong>&#8230; ist so eine Sache. Ich schreib&#8217; zwar recht gute Noten, aber den Spaß am Fach hat&#8217;s mir verdorben. </p>
<p><strong>Deutsch</strong>. Deutsch war wie immer &#8211; unsere Lehrerin hat ihr Programm durchgezogen, zwei Wochen für Deutsch-ZAP unterbrochen und dann weitergemacht. Der Sinn blieb uns immer unerschlossen; auch unter welchem Thema wir gerade einen bestimmten Text lasen, war immer wieder unergründlich. Komisch komisch.</p>
<p><strong>Latein</strong>&#8230; was soll man dazu sagen. Latein ist eben Latein, da kann es keine Unterschiede im Unterricht geben. Zumindest kenn ich keine&#8230;</p>
<p><strong>Mathe</strong> &#8211; locker wie immer. Trigonometrie, Potenzgesetze, Exponentialfunktionen, Kombinatorik (&#8220;Lottoproblem&#8221;), Volumina etc (Pyramide, Kegel, Kugel).</p>
<p>In <strong>Religion</strong> hatten wir dieses Jahr pro Halbjahr jeweils eine Referendarin, die alleine unterrichtete. Ist auch nicht allzu viel bei rumgekommen &#8211; zumindest bei mir. Bin aber auch nicht gerade religiös&#8230;</p>
<p>Alles in allem, recht ernüchternd irgendwie. Wie sah das bei Euch aus? (wenn Du Lehrer oder Schüler bist&#8230;)</p>
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		<title>Good old Germany &#8211; Polenfahrt, Tag 7</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 16:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Samstag, 13.6. Samstag war ein langer, ruhiger Tag. Rückfahrt. Wojciech war wie immer zu spät. Um 8 Uhr sollte unser Bus in Skwierzyna losfahren &#8211; Wojciech kam mit seinem deutschen Gast um 8:45 an. Schnell noch ein Gruppenfoto und auf &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/22/good-old-germany-polenfahrt-tag-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Samstag, 13.6.</strong></p>
<p>Samstag war ein langer, ruhiger Tag. Rückfahrt. </p>
<p>Wojciech war wie immer zu spät. Um 8 Uhr sollte unser Bus in Skwierzyna losfahren &#8211; Wojciech kam mit seinem deutschen Gast um 8:45 an. Schnell noch ein Gruppenfoto und auf geht&#8217;s &#8211; zurück ins gute, alte Deutschland. </p>
<p>Der Bus, den wir von Skwierzyna nach Kostrzyn (Küstrin) hatten, war der Hammer zum Pennen. Ausnahmslos jeder hat da drin geschlafen. Bis ein ziemlich dickes Schlagloch uns wieder wachgerüttelt hat &#8211; ich hasse polnische Straßen. </p>
<p>Die Bahn hatte wieder keine Verspätungen. Bin positiv überrascht. Das war auch schon der Samstag&#8230; und das Ende der Polenfahrt. Jaja, die nächsten Einträge werden wieder interessanter &#8211; diese hier sind nur gut für die Erinnerung. Wenn ich mal alt bin und hier stöbere. :D<br />
In den nächsten Einträgen werd&#8217; ich mal das Schuljahr zusammenfassen. Und meine Sicht auf die deutsche Politik veröffentlichen.</p>
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		<title>Führerhauptquartier &#8211; Polenfahrt, Tag 6</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 16:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freitag, 12.6. Heute sollte es wieder zurück nach Skwierzyna gehen. Genau so eine Bustour, wie wir sie auf der Hinfahrt gemacht hatten. Na toll. Unser erstes Besichtigungsziel waren die Friedenskirche in Schweidnitz. Ein schönes Ding, in das laut der Lautsprecher-&#8221;Führung&#8221; &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/22/fuhrerhauptquartier-polenfahrt-tag-6/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Freitag, 12.6.</strong></p>
<p>Heute sollte es wieder zurück nach Skwierzyna gehen. Genau so eine Bustour, wie wir sie auf der Hinfahrt gemacht hatten. Na toll. </p>
<p>Unser erstes Besichtigungsziel waren die Friedenskirche in Schweidnitz. Ein schönes Ding, in das laut der Lautsprecher-&#8221;Führung&#8221; auch noch deutsche Gelder fließen. </p>
<p>Überraschenderweise sollten wir uns heute auch noch Schloss Waldenburg Fürstenstein, welches wir am Mittwoch ausgelassen hatten, anschauen. Das Problem: In dem Ding ist ein Hotel untergebracht, deshalb konnten wir es uns nur von außen anschauen. Tolle Planung.<br />
<span id="more-1429"></span><br />
Danach stand die Besichtigung eines Stollens des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Riese">Projekts Riese</a> auf dem Plan. Dort sollte mal das Führerhauptquartier entstehen, eine andere Spekulation ist, dass es eine unterirdische Waffenproduktion werden sollte. Eine dritte Theorie ist, dass eine Art Geheimlabor entstehen sollte; also genug Platz für Experimente. Wenn man mich fragt, hätte man alle drei unterbringen können. </p>
<p>Die Führung durch den Stollen war schlecht. Schlicht und einfach schlecht. Die Theorie, dass man Touristen da rein lässt, was über die Geschichte erzählt und ein paar Statistiken nennt, ist ja gut. Aber die Umsetzung &#8211; eine schlechte Dolmetscherin, die viel zu leise sprach (auch nach der Bitte, lauter zu sprechen), und viele sich widersprechende Zahlen. Eek, Schuss in &#8216;nen Ofen. </p>
<p>Nach diesem weiteren fehlgeplanten Tag fuhren wir dann zurück nach Skwierzyna. Um 22 Uhr waren wir zu Hause &#8211; laut Plan hätten wir um 18 Uhr da sein sollen. Kacper war noch nicht zu Hause, er sollte erst wieder kommen, wenn ich schon längst wieder in Deutschland war&#8230;<br />
Die Mutter holte mich also ab. Problem? Sie kann nur russisch und polnisch. Verdammt! Aber der Bruder müsste doch da sein. Der ist Student und kann Englisch&#8230; mehr oder weniger. </p>
<p>Zu Hause in Skwierzyna angekommen, stellte die Mutter sofort den Herd an. Kacke, was mach ich jetzt &#8211; vorher wurde abgemacht, dass wir alle uns nochmal in der Pizzeria von Kamils Bruder treffen. Nachdem ich ihr irgendwie mit Händen und Füßen klar gemacht hatte, dass sie den Herd besser ausstellen sollte, rief sie endlich mal den Bruder. Ich erzählte es ihm auf Englisch, er übersetzte &#8211; und ging wieder. Den Kuchen, den sie mir dann anbot, konnte ich aber nicht ablehnen. Mist. Hätt&#8217; ich auch das warme Essen nehmen können. Egal, zu spät. Ess&#8217; ich eben keine Pizza. </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>10 Minuten &#8211; Polenfahrt, Tag 5</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 22:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zimmerarrest]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 11.6. Donnerstag war wieder etwas interessanter. Aber als wir aufstanden, wussten wir noch nicht, was uns heute blühen sollte. Beim Frühstück erzählte uns Herr S. erstmal, dass er am Dienstag Abend einen dicken Kopf hatte &#8211; dass er und &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/22/10-minuten-polenfahrt-tag-5/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Donnerstag, 11.6.</strong></p>
<p>Donnerstag war wieder etwas interessanter. Aber als wir aufstanden, wussten wir noch nicht, was uns heute blühen sollte.</p>
<p>Beim Frühstück erzählte uns Herr S. erstmal, dass er am Dienstag Abend einen dicken Kopf hatte &#8211; dass er und seine Frau so richtig gesoffen hätten. Sie wären bei einem polnischen Admiral eingeladen gewesen, der ständig neuen Vodka holte. Angeblich hätte jeder hinterher summa summarum mindestens eine Flasche Vodka inne gehabt.</p>
<p>Herr S. erzählte uns außerdem, dass wir heute einen kleinen Spaziergang machen würden und uns eine norwegische Kirche in Polen anschauen würden. Eins ist klar: Die Fahrt wird uns seehr lange in der Erinnerung bleiben, das haben die polnischen Lehrer geschafft. Aber die Erinnerung wird nicht positiv sein&#8230;<br />
<span id="more-1426"></span><br />
Schon als wir einen Kilometer zu der norwegischen Kirche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stabkirche_Wang">&#8220;Wang&#8221;</a> in Polen wanderten, meckerten die ersten, dass der Weg zu weit sei. Wobei das Gemecker über einen Kilometer nicht berechtigt war. Die &#8220;Führung&#8221; &#8211; Lautsprecher in der Kirche &#8211; war aber nur auf Polnisch. Pustekuchen.</p>
<p>An der Kirche sollte der kleine Spaziergang starten. Der wurde dann übrigens 16km lang &#8211; 8km hin und 8km zurück. Wir sind nicht ganz auf die Schneekoppe hochgelaufen, sondern vorher in ein kleines &#8220;Tal&#8221; heruntergegangen &#8211; auf 1200 Metern Höhe haben wir dann gegessen.</p>
<p>Nach 10 Minuten auf dem Hinweg fingen die ersten wieder an, sich zu beschweren. Wie lange würde es wohl noch dauern? Eine Nachfrage beim polnischen Lehrer ergab, dass es noch 10 Minuten sein würden &#8211; wir wussten noch nicht, dass wir insgesamt 8 Kilometer laufen würden. Das Problem war, dass es anfing, zu regnen. Na toll.</p>
<p>Bei jeder Nachfrage hieß es, wir seien in 10 Minuten da. Das ist inzwischen der Insider-Witz für alle Polen-Teilnehmer&#8230; 10 Minuten.</p>
<p>Für die 8km Hinweg im Regen haben wir dann 9 mal 10 Minuten gebraucht &#8211; 1½ Stunden. Der polnische Lehrer, auch Glatze genannt, hat ein schnelles Tempo vorgegeben &#8211; er lief übrigens in kurzer Hose und T-Shirt mit &#8211; und wir haben es nicht aufgenommen. Wir sind unser Tempo gegangen, auch wenn er ständig von vorne scheuchte. Der Regen war übrigens nicht gerade wenig, wir sind alle relativ durchnässt oben angekommen. Hätte man uns gesagt, dass wir den ganzen Tag rumwandern, hätten wir uns auch die richtigen Schuhe und die richtige Jacke dazu angezogen. Zum Glück waren meine Schuhe dicht und ich hatte eine dichte Regenjacke an &#8211; die sich damit bewährt hat, denn der Regen schon ziemlich stark.</p>
<p>Achja, der polnische Lehrer hatte auch zwei Kinder &#8211; und seine Frau fuhr auch mit. Die Kinder im Alter von vier und sechs mussten auch sein Tempo halten. Die armen.</p>
<p>Für das Essen von irgendeinem komischen polnischen Zeugs, das nichtmal manche Polen mochten, blieb uns eine Stunde. Als nach einer Stunde dann gerade unsere Ersatz-Pommes kamen, kam die Englischlehrerin der Polen a.k.a. Zinkennase und meinte zu uns: &#8220;We have to go now! You had one hour to eat!&#8221; Ja, ne, is&#8217; klar. Uns erst hier hochscheuchen ohne Pause und uns dann nichtmal unsere verdienten Pommes essen lassen. Gelächter quittierte ihre Aussage. &#8220;It&#8217;s not a joke!&#8221; &#8211; Herr S. meinte, wir sollten in Ruhe zu Ende essen. Der die ganze Zeit angesäuerte polnische Lehrer &#8220;Glatze&#8221; ist dann vorgegangen, Herr S. hat Ruhe unter den Deutschen gestiftet.</p>
<p>Den Rückweg haben wir dann in etwa 1¼ Stunden hinter uns gebracht. Auch im Regen. </p>
<p>Danach stand noch ein Miniatur-Park auf dem Plan. Die Sehenswürdigkeiten Niederschlesiens noch einmal in klein.<br />
Viele hatten dann schon keine Lust mehr und sind im Bus geblieben. Und ich und zwei andere Deutsche wollten erst keine deutsche Führung durch den Miniaturpark haben &#8211; das kannten wir schon. Schlechtes Deutsch und es stand doch sowieso alles auf den Schildern.</p>
<p>Nach kurzer Diskussion hat man uns drei doch noch überzeugt, uns das anzuhören. Und ich muss sagen, der Mann, der uns da geführt hat, hat Potenzial. Das Detail- und Geschichtswissen war immens, er hat zu jeder Miniatur innerhalb von einer Minute das wichtigste und ein paar Details erzählt (&#8220;Ich weiß ja, dass ich es kurz halten soll&#8221;). Er konnte ein fast perfektes Deutsch, er hat wohl mal in Köln gelebt. Übrigens hat er uns auch bemitleidet, dass wir in den Klamotten da hochlaufen mussten bei dem Wetter. </p>
<blockquote><p>&#8220;Und ihr wart eben auf der Schneekoppe?&#8221;<br />
&#8220;Ja.&#8221;<br />
&#8220;Aber doch nicht im dem Regen, oder?&#8221;<br />
&#8220;Doch.&#8221;<br />
&#8220;Oh man&#8230; aber nicht in den Klamotten, die ihr gerade an habt&#8230; ?&#8221;<br />
&#8220;Doch&#8230;&#8221;<br />
&#8220;Nein, oder? Das glaub ich jetzt nicht&#8230; seid ihr wenigstens mit dem Lift die Hälfte hochgefahren?&#8221;<br />
&#8220;Welcher Lift?&#8221;</p></blockquote>
<p>Damit hat er den polnischen Lehrer noch unbeliebter gemacht. </p>
<p>Die Führung hat er sehr gut gemacht. Mit seinem hohen Geschichts- und Detailwissen und seinen Deutsch- und Polnisch-Kenntnissen sollte er sich einen anderen Job suchen als für ein Miniaturpark als Führer zu arbeiten. Der Typ war ein Freak, aber im positiven Sinne: Ein Liebhaber. (Wobei der Park nicht wenig Geld haben zu schien, der Geschäftsführer kurvte da mit einem Segway rum&#8230;)<br />
Die Führung durch den Miniaturpark hat uns gezeigt, dass wir viel mehr und viel interessantere Dinge hätten sehen können als diese dämliche Hütte aufm Berg, in der wir gegessen haben, oder diese Kirche. Im Umkreis von 25 Kilometern würden in Niederschlesien 32 Burgen und Schlösser existieren, davon 22 gut erhalten. Und wir fahren zu einem verdammt uninteressanten. Bei vielen Miniaturen sagte er, dass das bestimmt auch noch auf dem Plan stehen würde. Das war nur bei zweien der Fall, ansonsten mussten wir verneinen. </p>
<p>Allgemein muss ich sagen, dass die Region da viel mehr aus dem Sektor Tourismus machen könnte. Aber woher das Geld dafür nehmen? Es ist wie ein Teufelskreis. </p>
<p>Abends war im Hotel &#8220;Disco&#8221;. Wir (also ein paar Deutsche, man könnte uns als &#8220;Clique&#8221; bezeichnen) waren nach 45 Minuten weg aus der &#8220;Disco&#8221;.</p>
<p>An diesem Abend hat &#8220;Zinkennase&#8221;, die polnische Englischlehrerin, wohl auch drei der polnischen Schüler beim Vodka-Trinken erwischt. Die dürfen jetzt ein halbes Jahr lang Schule putzen und hatten für den restlichen Abend Zimmerarrest.</p>
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		<title>Verfahren &#8211; Polenfahrt, Tag 4</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 16:19:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mittwoch, 10.6. Heute sollte es ins Riesengebirge gehen. Abfahrt: 8 Uhr. Och nee. Kacper konnte nicht mit. In diesen Tagen waren die polnischen Meisterschaften im Bridge, und sowohl er als auch seine Mutter sind leidenschaftliche Bridge-Spieler. Das konnte er sich &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/20/verfahren-polenfahrt-tag-4/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittwoch, 10.6.</strong></p>
<p>Heute sollte es ins Riesengebirge gehen. Abfahrt: 8 Uhr. Och nee.</p>
<p>Kacper konnte nicht mit. In diesen Tagen waren die polnischen Meisterschaften im Bridge, und sowohl er als auch seine Mutter sind leidenschaftliche Bridge-Spieler. Das konnte er sich ja nicht entgehen lassen. </p>
<p>Am Bus angekommen, wurden wir von anderen polnischen Lehrern begrüßt &#8211; unsere neue polnische Begleitung; die deutsche Begleitung war selbstverständlich weiterhin Herr S. und seine Frau. </p>
<p>Der Plan war, loszufahren und auf der Fahrt ins Riesengebirge zwei Abstecher zu zwei Schlössern/Burgen zu machen &#8211; Burg Grodziec und Schloss Fürstenstein Waldenburg (Ksiaz). Google sagt mir, dass die Fahrt alleine dann 5 Stunden und 51 Minuten gedauert hätte. Jeweils eine Stunde Aufenthalt in beiden Schlössern &#8211; das wären ca. 8 Stunden. Packen wir ein wenig drauf, weil wir mit dem Bus fahren sollten: 9 Stunden.</p>
<p>Was ist, wenn ich nun sage, dass wir erst um 18 Uhr da waren und insgesamt 10 Stunden unterwegs waren? Was ist, wenn ich sage, dass wir Schloss Fürstenstein Waldenburg ausgelassen haben? (Google spukt übrigens aus, dass die Fahrt allein ohne Ksiaz 4 Stunden und 40 Minuten gedauert hätte; mit Bus und Aufenthalt: ca. 7 Stunden)<br />
<span id="more-1420"></span><br />
Der einfache Grund war die Inkompetenz des Busfahreres als Lenker eines großen Gefährts und des polnischen Lehrers als Kartenleser. Denn ein Navi konnte sich das Busunternehmen anscheinend bisher nicht leisten. Dabei ist das auch da schon sehr billig geworden &#8211; an der Wegstrecke war eine Plakatwerbung eines Navis für 222 Zloty; wenn ich mich nicht verguckt habe.</p>
<p>Immerhin konnte er gut drehen. Und zwar auf engstem Raum. Das muss man ihm lassen, darin schien er auch Übung zu haben. Gut, Anfahren war ein bisschen ruckelig, auch das Schalten war nicht der Hammer und das Bremsen war manchmal schon ruppig &#8211; aber kann ja mal passieren. Handy am Steuer ist in Polen ja auch nicht verboten, was soll man schon dagegen haben.<br />
In Deutschland wäre er seinen Führerschein los. Man könnte es schon an dem kleinen Detail, dass er öfters die Straße für mehr als 10 Sekunden mit seinen Wendemanövern blockiert hat fest machen. </p>
<p>Die Burg Grodziec ist nicht gerade zu empfehlen. Der deutsche Denkmalschutz und die deutsche Baubehörde hätten sich vor Ort erschossen, wenn sie den Schimmel an den Wänden, die neu &#8220;verlegten&#8221; Elektrizitätskabel und den grauen Putz, den man über die Leitungen geschmiert hat, sowie die Pflege der nicht zur Burg passenden Einrichtung gesehen hätten. Rumliegende Schwerter und Äxte und sonstige Waffen wären bei uns in Vitrinen gekommen und hätte man auch nur die Vitrine angefasst, kämen gleich fünf Security-Typen auf einen zugestürmt und würden einen zu Boden reißen. In Polen gibt&#8217;s sowas nicht, man wird sich selbst überlassen. </p>
<p>Danach kam ein neuer Programmpunkt auf den Plan. Irgendso ein ominöser Wasserfall namens Schlagmichtot. Ein langweiliges Ding irgendwie.</p>
<p>Das Hotel war (überraschenderweise?) sauber und ordentlich, auch wenn es nur zwei Sterne hatte. Der Gesamteindruck war gut &#8211; und das Ding war zumindestens besser als das Hotel, was wir auf Ski-Fahrt in Italien hatten. Das Abendessen war &#8220;normal&#8221;, es kamen Dinge auf den Tisch, die sowohl wir als auch die Polen mochten. </p>
<p>Dreimal darf der Leser nun raten, was das Abendprogramm war. Richtig, ein weiteres Lagerfeuer.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Bunker &#8211; Polenfahrt, Tag 3</title>
		<link>http://www.hugelgupf.de/2009/06/17/bunker-polenfahrt-tag-3/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 20:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Weltkrieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 9.6. Für die, die nur am Bunker interessiert sind &#8211; das steht weiter unten ;) In Deutschland passiert mir das nicht &#8211; früher wach sein als der Wecker klingelt. Käme hier ja nicht in die Tüte. Um 8 Uhr &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/17/bunker-polenfahrt-tag-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag, 9.6.</strong></p>
<p><em>Für die, die nur am Bunker interessiert sind &#8211; das steht weiter unten ;)</em></p>
<p>In Deutschland passiert mir das nicht &#8211; früher wach sein als der Wecker klingelt. Käme hier ja nicht in die Tüte. Um 8 Uhr war ich wach. </p>
<p>Für den Tag stand folgendes auf dem Plan: Unterrichtsteilnahme und danach ein Treffen auf der &#8220;Fuchswiese&#8221;, wo alle an dem Projekt &#8220;Sind wir tolerant?&#8221; arbeiten sollten. Zum Unterricht waren wir dann heute sogar mal pünktlich &#8211; und es waren Englisch und Deutsch dran. Muhaha, das wird lustig!</p>
<p>Die beiden Stunden waren dann sogar recht diszipliniert. In Englisch haben wir das Thema Toleranz dann schon angeschnitten in einer kleinen Diskussionsrunde. Die Lehrerin nahm alles ganz genau, hinterfragte kritisch &#8211; wie man es vom polnischen Unterricht eigentlich nicht kennt. Als Diskussionsthema hatten wir Toleranz ausgesucht &#8211; das war ihr zu ungenau. Wir haben uns dann auf &#8220;Ausländer in Polen und Deutschland&#8221; spezialisiert. Doch zuerst wollte die Lehrerin eine Definition von Toleranz haben &#8211; was wiederum auch ein wenig Zeit gekostet hat. Feststellung: Auch in Polen gibt es gute Lehrer. </p>
<p>Der Deutsch-Unterricht war etwas lustiger &#8211; aber verdammt nervig! Gott ist das nervig, langsam und mit einem vermindertem Wortschatz sprechen zu müssen. Meistens hab ich dann auf Englisch geredet, weil mein Deutsch entweder keiner verstanden hat oder weil mir keine einfachen Wörter einfielen. Hab dann auch noch ein paar Fehler im Deutsch-Buch korrigiert. </p>
<p>Nach dem Unterricht sind wir wieder nach Kacper gelaufen. Von dort aus sollte uns Wojciech abholen. Wojciech war wie immer zu spät und wir kamen dann auch etwas später an &#8211; er fuhr nochmal zurück, um Kacper und Damian zu holen. Erst nach 1,5 Stunden kam er zurück und Wojciech drehte direkt mal ein Ründchen auf dem Rasen &#8211; mit angezogener Handbremse einmal rum, versteht sich.<br />
<span id="more-1418"></span><br />
Das Plakat von mir und einem Kumpel zu der Projektarbeit &#8220;Sind wir tolerant?&#8221; haben wir irgendwie ein wenig lächerlich gestaltet. Sein Kommentar am Ende dazu war&#8230;</p>
<blockquote><p>Ob Künstler wohl auch so viel Spaß dabei haben?</p></blockquote>
<p>&#8230;sich irgendwas auszudenken, wo Kritiker viel wirres Zeugs reininterpretieren können? Wir haben es so richtig &#8220;ausdrucksstark&#8221; gemacht, dicke, rote Pfeile und Blitze und Fasel und Blubb. Kurz: Wir haben so richtig die Sau rausgelassen.</p>
<p>Achja, der Kommentar von der polnischen Lehrerin zur Fuchswiese&#8230;</p>
<blockquote><p>Fuchswiese heißen Fuchswiese, weil hier sein so viele Biber.</p></blockquote>
<p>Achso. Sir, ja, sir!</p>
<p>Was erwartete uns nach der Projektarbeit? Wieder mal ein Lagerfeuer mit den polnischen Würstchen, die kein Deutscher mag.</p>
<div style="text-align: center;">&bull; &bull; &bull;</div>
<p>Kommen wir nun zu einem interessanteren Teil der Polenfahrt. </p>
<p>Nachdem fast alle von der Fuchswiese wieder weggefahren waren &#8211; sie liegt 20km von Skwierzyna entfernt &#8211; hingen Wojciech, Damian, Kamil, Kacper, ich und 2 andere deutsche Austauschschüler immer noch da rum. Die Lehrer wollten unbedingt, dass wir da weg fahren &#8211; mist! Denn eigentlich war geplant, in einen alten zerbombten Weltkriegsbunker runter zu steigen. Also musste ein Plan B her &#8211; der dann war, in einen <strong>alten zerbombten Weltkriegsbunker</strong> reinzusteigen, nachdem wir die Lehrer irgendwie abgehängt haben. </p>
<p>Wir sollten vor den Lehrern herfahren, Wojciech war am Steuer. Damian mussten wir bei denen mitfahren lassen, sonst wären wir zu 4. auf der Rückbank gewesen, was die Lehrer auch nicht wollten. Wie man Wojciech kennt, haut er aufs Gas und fährt vor ihnen weg. Wir halten irgendwo am Rande des Waldes an und warten. Mist, da sind die Lehrer schon wieder! Alle wieder rein in die Karre, einer stellt sich an den Waldrand und täuscht vor, zu pinkeln. </p>
<p>Jetzt müssen wir hinterher fahren. Wir lassen uns langsam zurückfallen und als wir auf der Landstraße nach Skwierzyna sind und das Lehrer-Auto hinter einer Kurve verschwindet, drehen wir. Ein paar mal in den Rückspiegel geschaut &#8211; da ist niemand. Geschafft. </p>
<p>Wieder angekommen, stehen Tomek und ein Kumpel mit ihren Fahrrädern am Waldrand. Gewartet hat man auf uns, das ist gut. Wir gehen ein Stück durch den Wald, Tomek erzählt, dass wir zu einem &#8220;Panzerwerk&#8221; kommen würden. Das will ich ja bezweifeln, war auch richtig: Es war ein Bunker, der 1935/1936 gebaut wurde. Alles hing schief und war ziemlich zerbombt. Nachdem wir uns das Ding von außen angeschaut und schon recht gut erkundet hatten, gingen wir zum &#8220;Haupteingang&#8221;, der wegen aufgeschüttetem Sand nicht mehr allzu groß war. Man musste sich schon sehr komprimieren, um da reinzukommen. Nach ein paar Metern konnte man aber auch wieder stehen, also kein Problem. So haben wir da unten die Gänge und Räume erforscht; Tomek konnte uns immer sagen, wo wir gerade waren &#8211; ob es ein Schlafraum war oder ein Offiziersbüro oder oder oder. Interessant war das schon. Aber es wurde noch besser. </p>
<p>Nachdem wir das Ding also ca. 45 Minuten &#8220;erforscht&#8221; hatten, gingen wir wieder an die Luft und liefen weiter durch den Wald zu einem 3-5 Meter tiefen &#8220;Loch&#8221;, in das man gut herabsteigen konnte. Wir sträubten uns erst &#8211; was sollten wir da unten? Da ist doch nix &#8211; zumindest scheinbar. Wenn man genau hinschaute, sah man eine kleine Treppe, die noch tiefer hinunterführte in einen Tunnel. Zu siebt in einem alten deutschen Weltkriegsbunker. Der Hammer.</p>
<p>Es gab Teile, in denen man aufrecht stehen konnte. Manchmal musste man auf den Knien (im Sand) rutschen. Manchmal gebückt gehen. Und drei Mal mussten wir uns auch durch kleine &#8220;Löcher&#8221; durchziehen. Durchziehen? An was denn? Überall hingen da Enden von Stahlstangen &#8211; Kruppstahl, wie wir ihn schon beim &#8220;ersten&#8221; Bunker an den Krupp-Ringen erkannt hatten. Da konnte man sich dran festhalten und dann durchziehen. Am Ende des Tunnels war eine große Wasserpfütze und ein seeehr kleines Loch &#8211; um da durchzukommen, hätte man sich nass machen müssen. Also, kehrt Marsch und zurück. Zwischendurch gingen dann drei von vier Handy-Lichtern (unsere einzigen Lichtquellen) aus &#8211; Akku leer. Curva! Wir hatten aber noch eine Dynamo-Lampe &#8211; man dreht dran und es entsteht Licht. Wunderbar. Nach 1,5h waren wir aus dem Bunker wieder raus. </p>
<p>Ein Kommentar von einem deutschen Austauschschüler&#8230;</p>
<blockquote><p>Das ist eine der geilsten Sachen, die ich in meinem Leben bisher getan habe. Boah!</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Kurva! &#8211; Polenfahrt, Tag 2</title>
		<link>http://www.hugelgupf.de/2009/06/17/curva-polenfahrt-tag-2/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 19:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hugelgupf</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Montag, 8.6. Um acht Uhr morgens wache ich freiwillig auf &#8211; ohne geweckt zu werden! Das Bett ist zwar hart, aber es lässt sich gut drin schlafen, wenn die Tür geschlossen und der Hund draußen ist. Kacper kommt nach 5 &#8230; <a href="http://www.hugelgupf.de/2009/06/17/curva-polenfahrt-tag-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Montag, 8.6.</strong></p>
<p>Um acht Uhr morgens wache ich freiwillig auf &#8211; ohne geweckt zu werden! Das Bett ist zwar hart, aber es lässt sich gut drin schlafen, wenn die Tür geschlossen und der Hund draußen ist. Kacper kommt nach 5 Minuten rein und will mich wecken, aufgestanden bin ich schon. </p>
<p>Um 10 vor neun soll die Schule anfangen, auf dem Schulweg treffen wir Herrn S. &#8211; 5 vor neun, um genau zu sein.</p>
<blockquote><p>&#8220;We are almost too late, so we must go now!&#8221;</p></blockquote>
<p><span id="more-1409"></span><br />
Das ist Kacpers Kommentar dazu, Herr S. lacht nur darüber. Antworten kann er nicht, dafür ist sein Englisch zu schlecht, er gibt sich mit einem&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8220;Na dann geht mal lieber&#8230;&#8221;</p></blockquote>
<p>&#8230;zufrieden. Typisch für ihn, Ist auch besser so. </p>
<p>In der Schule angekommen ist das nicht so schlimm. Es sind die letzten 2 oder 3 Schulwochen in der Region, die Noten stehen schon fest. Es hat niemanden interessiert, dass wir zu spät waren, die Lehrerin war noch nicht da. Der Unterricht in den beiden Stunden, die wir mitbekommen haben an dem Tag, war <strong>lasch</strong>. Mehr als lasch. Nix, nadder, niet; die Schüler konnten aufstehen und sich unterhalten wie sie wollten. Was ein disziplinloser Haufen. Das gibt&#8217;s bei uns nicht, bei uns wir bis zum letzten Tag durchgezogen. Das geht doch nicht, dass die mitten im Unterricht aufstehen, rausgehen und sich auf den Schulhof setzen?<br />
Oder der Sportunterricht &#8211; Sporthalle wurde gerade renoviert &#8211; gehen die raus, der Lehrer drückt denen 3 Bälle in die Hand und setzt sich auf &#8216;ne Bank?!<br />
Polnische Lehrer sind unterbezahlt. Angeblich werden meistens nur die schlechtesten 20% der Studenten Lehrer &#8211; der Job bringt eben nicht viel Geld.</p>
<p>Den Rundgang nach den zwei Schulstunden haben wir uns irgendwie gespart. War auch gut so, denn am Sonntag Abend waren wir ja schon privat durch Skwierzyna gezogen. Wir sind also direkt zum Bus gelaufen und nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gorzów_Wielkopolski">Gorzow &#8211; Landsberg an der Warthe</a> &#8211; gefahren, um zu bowlen. Die Bowlingbahn war nicht der Hammer, es waren ein paar Dellen drin und sie hätte glatter sein können. Den Polen hat es keinen Spaß gemacht, sie haben sich dann mit den beiden Billiard-Tischen (Tischen?) beschäftigt. Statt dass wir uns die Stadt danach noch ansehen, sind wir nach Hause gefahren. Tolle Wurst, warum sind wir da nicht mal kurz ausgestiegen und haben uns das kleine Städtchen angeschaut? </p>
<p>Naja, nachdem wir wieder zurückgefahren waren, kam die Abendplanung zur Sprache. Wir wollten zu Tomeks Schrebergarten fahren und dort grillen und feiern. Geplant, getan &#8211; jedoch mussten wir mit Wojciech fahren. Kurva! Wer unter 5000 Touren schaltet, ist &#8216;n Loser. Und für Schlaglöcher bremsen? Tut doch den Stoßdämpfern nix, wenn man da mit 80 drüberholzt.<br />
Kurva ist ein polnisches Allrounder-Wort. Man kann es für <strong>alles</strong> nutzen. Eigentlich ist es ein Schimpfwort, heißt so viel wie &#8220;scheiße&#8221;, &#8220;Schlampe&#8221; oder sonstiges. Kurva kann man aber auch in positiven Sätzen nutzen, manche hängen sogar einfach hinter jeden Satz &#8220;Kurva!&#8221; &#8211; wie bei uns manche Leute immer &#8220;Alter&#8221; dahinter- oder davorhängen.</p>
<p>Eine weitere Feststellung: <strong>Polnische Jugendliche können nicht grillen.</strong> Wir hatten einen Mini-Holzkohlegrill &#8211; und die wollten ihre Würstchen doch allen ernstes direkt nach dem &#8220;Anmachen&#8221; &#8211; &#8220;Anzünden&#8221;? &#8211; des Grills drauflegen. Das Ding war noch kalt wie ein sibirischer Winter &#8211; und die wollten schon anfangen. </p>
<p>Hin und wieder passiert es ja auch, dass Flammen auftreten. Da kann dann schonmal einer von den polnischen Schülern ankommen und sagen</p>
<blockquote><p>There are too many flames!</p></blockquote>
<p>und kippt dann sein Getränk überm Grill aus. <strong>TOLL</strong>. So kann man doch nicht grillen!</p>
<p>Morgen wird&#8217;s interessanter. Weltkriegsbunker, wir kommen! ;)</p>
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