…in Worten, Taten und Gejodel.
Ich muss sagen, wir haben nicht wirklich viel gelernt. Ehrlich nicht.
In Englisch haben wir dieses Jahr grammatisch nur Future perfect und Future progressive kennen gelernt, ansonsten nur neue Vokabeln und haben eben die Themen aus dem Buch durchgezogen.
Legende: Thema (Name im Buch; Beschreibung oder eines der Unterkapitel) – Auswahl von “kommunikative Schwerpunkte” (so wird’s im Buch genannt…) – Grammatik/Strukturen | das, was wir nicht regulär mit dem Thema gemacht haben, ist durchgestrichen.
- Materialismus (“Shop till you drop”, u.a. “To buy or not to buy”) – Debatten, Käuferprofil erstellen, Vermutungen äußern, Umfrageergebnisse auswerten und vorstellen, Zeitungsartikel analysieren, Wortbedeutungen erschließen – nur Wiederholungen: Bedingungssätze, Partizipskonstruktionen, Hilfsverben, indirekte Rede
- Mobbing/Amok (“Going too far”, u.a. “Give a Boy a Gun”) – Charakterisierung, Songtext interpretieren, Verhalten und Eigenschaften von Personen beschreiben und beurteilen, Zeitungsartikel analysieren, Rhetorische Mittel einer Rede analysieren, einen Ratgeber zum Thema Cyber-Mobbing entwickeln – Präsens, Bedingungssätze, Future progressive, Verbs with infinitive or gerund, Partizipskonstruktionen
- Südafrika (“Rainbow nation”, u.a. “The new South Africa”) – Text zusammenfassen, Empfehlung geben, Bildbeschreibungen, Rhetorische Mittel erkennen und analysieren, Vermutungen äußern, Kameraeinstellung erkennen und analysieren, Standpunkte diskutieren – Konjunktionen und “Binde-Wörter” (connectives), indirekte Rede
- Zukunft/Globalisierung (“Great expectations” – u.a. “Go global!”)
- Massenmedien (“Seeing is believing”, u.a. “The camera never lies”)
- Weltfrieden/-zusammenleben (“World matters” – UNO, Kinderrechte etc.)
Und so geht das weiter. Ich ergänze das, wenn’s irgendjemanden interessiert (melden!).
In Geschichte, gut, da haben wir vielleicht ein paar Dinge dazu genommen. Aber interessant ist das alles nicht gewesen, denn es ist größtenteils Fleißarbeit gewesen, was wir in Geschichte gemacht haben. Themen? Erster Weltkrieg, Weimarer Republik, Nationalsozialismus.
In Musik haben wir im ersten Halbjahr Jahr Musikstücke mit Notenprogrammen verändert. Und im zweiten Halbjahr auch mal was Praktisches gemacht, nämlich in kleinen Gruppen Musikstücke vorgespielt. Dazu kenne ich jetzt den Grundschlag beim Schlagzeug, den ich da unverändert durchgezogen habe.
Politik war Schlafenszeit. Entweder wurde es uninteressant rübergebracht oder die Themen an sich waren uninteressant. China, Wirtschaft, Wahlen. Europawahl, Kommunalwahl, Bürgermeisterwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl. Demokratie in ihrer langweiligsten Form: Das Auszählungsverfahren nach d’Hondt und Niemeyer.
Technik? Unser Lehrer hat genau das nochmal durchgezogen, was unser letzter Lehrer letztes Jahr schonmal gemacht hatte. Und das wusste er auch. Toll! (Und trotzdem wird er mir ‘ne zwei oder drei aufm Zeugnis geben, weil mich in der Arbeit nicht immer sehr gut ausgedrückt habe. Drecksverdammt.)
Physik… langsame Einführung in Technik. Im Endeffekt war es das gleiche, nur weniger detailreich.
Kunst, Kunst, Kunst. Das Fach hab ich noch nie gemocht. Zur Kreativität gezwungen werden – ne. Vergesst es.
Chemie… ist so eine Sache. Ich schreib’ zwar recht gute Noten, aber den Spaß am Fach hat’s mir verdorben.
Deutsch. Deutsch war wie immer – unsere Lehrerin hat ihr Programm durchgezogen, zwei Wochen für Deutsch-ZAP unterbrochen und dann weitergemacht. Der Sinn blieb uns immer unerschlossen; auch unter welchem Thema wir gerade einen bestimmten Text lasen, war immer wieder unergründlich. Komisch komisch.
Latein… was soll man dazu sagen. Latein ist eben Latein, da kann es keine Unterschiede im Unterricht geben. Zumindest kenn ich keine…
Mathe – locker wie immer. Trigonometrie, Potenzgesetze, Exponentialfunktionen, Kombinatorik (“Lottoproblem”), Volumina etc (Pyramide, Kegel, Kugel).
In Religion hatten wir dieses Jahr pro Halbjahr jeweils eine Referendarin, die alleine unterrichtete. Ist auch nicht allzu viel bei rumgekommen – zumindest bei mir. Bin aber auch nicht gerade religiös…
Alles in allem, recht ernüchternd irgendwie. Wie sah das bei Euch aus? (wenn Du Lehrer oder Schüler bist…)
Interessante Liste. Ich könnte das bei meinen Schülern auch anregen… dann aber noch ein bisschen ausführlicher. Ist so oder so sinnvoll.
Ich wollte ja jetzt auch keine Romane schreiben. Okay, vielleicht war’s doch etwas zu wenig. Aber dazu sag ich dann beim Zeugnis was ;)
Ich muss sagen, es kann doch Unterschiede zwischen verschiedenen Lateinkursen geben. Ich hatte im letzten Jahr (achte Klasse) z. B. einen Lehrer, bei dem man so dermaßen eingeschlafen ist, dass es nur schwer zu ertragen war. Das Problem war, dass er auch nichts beibringen konnte; er hat von uns einfach von dem einen auf den anderen Tag verlangt, dass wir das konnten, was er verlangte (nachgeprüft hat er’s aber nicht, was dazu führte, dass wir ein Jahr Lernlücke hatten).
Die nun beinahe vergangene neunte Klasse über haben wir einen Lehrer bekommen, der neu an unserer Schule ist (der Ersatz für den alten Lehrer, der – glaube ich – in Rente gegangen ist). Er ist super, kann alles wirklich gut vermitteln und bleibt trotzdem noch locker und freundlich. Seine Kumpelhaftigkeit ist nicht einmal geheuchelt, und das mag was heißen.
Bei uns ist es immer das gleiche. Immer ersteres…
Ich finde es schade, dass die Lehrpläne vor allem in Geschichte und Politik immer wieder dasselbe vorschreiben. Hatte die Themen “Zweiter Weltkrieg” (Ge) und “Europa” oder “DDR” (beides Po) mittlerweile mehrere Male. Ich möchte nicht bestreiten, dass es alles wichtige Themen sind und leider sind die Schüler immer noch unterinformiert, aber es gibt noch anderes. Nie jedoch haben wir die RAF oder die 68er durchgenommen. Nie über den Nahostkonflikt gesprochen. Beides Themen, die für die heutige Jugend von enormer Wichtigkeit sein werden. Schade eigentlich.
Ich weiß auch nicht was viele an G8 so schlecht finden. Ich bin jetzt mit dem G8 System bis ans Ende der 10. Klasse gegangen (natürlich geht’s weiter bis zum ABI), und habe wirklich mit minimalstem/praktisch keinem Aufwand trotzdem einen recht guten Schnitt (2,0 und aufwärts) in den Endjahrenzeugnissen erziehlt. Und ich gebe dir 100%ig Recht, dass man in der 10. Klasse erschreckend wenig lernt. Durch G8 hat man vielleicht mehr Schulstunden, aber ich fühle nicht, dass der Druck auf die Schüler da härter wird – im Gegenteil – ich frage mich wie langweilig G9 dann war…
Mhm du bist in der 10?? Komisch dass ich des was du alles gemacht hast, schon in der 9 gerade gemacht habe..
Ich habe das Gefühl, das die 10. Klasse mehr oder weniger eine “Wiederholungsklasse” ist…
Ist das eine Unterstellung, AgiiCE? Ich kann dir die Schulbescheinigung gerne einscannen, morgen gibt’s btw auch das Zeugnis. Und ich hätte ja wohl kaum von den ZAPs so detailliert berichten können, wenn ich sie nicht geschrieben hätte.
Übrigens, ich bin G9.