Neue Lieblingsserie: Die Sopranos
Wikipedia-Auszug: Die Sopranos ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die vom Leben einer fiktiven italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey handelt. Die Serie und ihre Darsteller wurden mit 21 Emmy-Awards, fünf Golden Globes und etlichen anderen Preisen ausgezeichnet.
Hauptperson: Anthony ‘Tony’ Soprano – Mafiaboss (Capo)
Weshalb das meine neue Lieblingsserie ist?
Anthony ‘A.J.’ Soprano Jr. – Sohn – fast ADS (5 von 9 Symptomen, 6 von 9 für Diagnose nötig)
Livia Soprano – Mutter von Tony – vermutetes Borderline-Syndrom | sehr stur, gegen alles Neue, hört nicht auf andere (kenne ich von meiner eigenen Oma… ADS)
Meadow Soprano – Tochter – Hochbegabung? (Wikipedia: “überaus intelligent”)
Aber nicht deswegen. Ich hätte die drei nicht als ADSler oder Hochbegabte eingestuft, wenn ich darüber nachgedacht hätte. Es ist einfach zu lustig, zu verstrickt, zu spannend, um Aufhören die Serie zu gucken. Von 6 Staffeln habe ich erst eine, die erste, gesehen… ich bin süchtig… :D
Ein Nachtrag noch (22.12. 23:15): Ich sollte warnen, die Serie ist nichts für schwache Nerven…
Die Sopranos, das ist eine der mit Abstand innovativsten, interessantesten US-Fernsehserien der letzten Jahre. Dabei ist Die Sopranos eine Serie fernab amerikanischen Fernseheinerleis. Sie ist härter und brutaler als normale Serien. Sexualität findet nicht nur im Off statt, die Sprache ist derber. Und all dies ist dramaturgisch notwenig, denn Die Sopranos ist eine Mafia-Serie, in dessen Mittelpunkt Tony Soprano (James Gandolfini) steht. Tony ist der Pate von New Jersey. Doch Tony ist anders als andere Paten. Natürlich ist er ein Verbrecher. Er verdient sein Geld durch allerlei illegale Geschäfte. Und wie es sich für einen italienischen Paten gehört, hat er daheim ein Frau, die er liebt (Edie Falco) und zwei wohlgeratene Kinder. Er hat eine unantastbare Mama (Nancy Marchand) und hin und wieder vergnügt er sich mit Prostituierten — was an seiner Liebe für seine Frau nichts ändert. Und trotzdem ist Tony kein normaler Pate.
Mit genau diesem Unterschied beginnt die erste Episode Tony in der Krise. Auf Anraten seines Arztes nämlich besucht er die Psychiaterin Jennifer Melfi (Lorraine Bracco). Ungern nur begibt er, der italienische Macho, sich auf die Couch einer Seelendoktorin. Allerdings hat Tony eingesehen, dass er dringend Hilfe benötigt. Hinter der groben Fassade des Mafia-Paten nämlich verbirgt sich ein an sich liebenswerter Kerl, der eigentlich nur ein anständiges Leben mit Frau und Kindern führen möchte. Das Amt des Paten hat er von seinem Vater geerbt — und bis zu einem gewissen Grad hat er dieses Amt mit all den Attributen, die von einem Paten verlangt werden, auch ausgefüllt. Aber Tony ist nett! Kein Wunder, dass er auf Grund seiner inneren Zerrissenheit eines Tages einen Nervenzusammenbruch erleiden musste. Steht er Dr. Melfi zunächst skeptisch gegenüber, entwickelt er sehr schnell zu ihr eine freundschaftliche Beziehung, denn sie ist der erste Mensch, der ihm zuhört — ohne ihn für das, was er ist, zu verurteilen.
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